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Ich stehe auf einem Platz. Direkt neben mir ein hübsches Mädchen. Ich kenne sie nicht, aber ich rede mit ihr. Ich kann mich nicht mehr erinnern worüber wir reden...Aufeinmal geht sie weg, in ein Haus zu meiner Linken. Es sieht aus wie ein Einkaufszentrum. Plötzlich sind wieder viele Menschen um mich herum. Ich kenne sie nicht. Habe sie noch nie gesehen, es sind alles fremde Gesichter. Ich rede mit ihnen und ich weiß sie sind meine Freunde. Zusammen gehen wir weiter, verlassen den großen Platz und gehen in eine riesige Einkaufspassage. Wohin ich auch blicke, überall sehe ich blitzende Lichter, rieche den Duft von Zuckerwatte, Creps und gebrannten Mandeln. Es ist Jahrmarkt und er erstreckt sich um uns herum in der Einkaufsstraße. Ich weiß nicht, wie lang die Straße ist, aber es kommt mir so vor als würde sie über 100 Meilen reichen. Und dann bin ich wieder alleine. Keiner von meinen Freunden ist mehr da. Ich gehe weiter ungeachtet dessen, dass ich allein bin. Ich betrete einen Laden. Ich weiß nicht mehr was dort verkauft wird, ich glaube es waren Cowboysachen oder irgendein Schnick Schnack...Ich gehe eine breite Treppe nach oben. Es sind nur drei Stufen, die den Verkaufsraum vom Laden trennen. Während ich die Stufen nach oben gehe, fallen mir meine Cowboystiefel auf, die ich trage. Es sind die Stiefel meiner Schwester. Sie sind schön zu tragen, wie ich feststelle. Und dann höre ich ihre Stimme und denke gleich: ,,Oh shit!" Wer steht da vor mir?? Mareike. Sie kommt auf mich zu und begrüßt mich. Wir plaudern kurz miteinander, dann nimmt sie etwas aus einem Regal und bezahlt es. Zusammen mit ihr verlasse ich den Laden. Wir gehen weiter den Jahrmarkt entlang, vorbei an den schönen Buden und Fahrgeschäften. Um uns herum herrscht großer Trubel. Man hört Gekreische und Gelächter. Ich bemerke den großen Hunger, den ich verspüre. ,,Ich habe Hunger.", sage ich zu Mareike. ,,Tja, alle Essbuden haben aber schon zu.", bekomme ich als Antwort zu hören. Und tatsächlich mit einem Mal hat kein einziger Stand, an dem man vorher noch Leckereien kaufen konnte mehr auf. Nur an einigen Fahrgeschäften herrscht noch Betrieb. Ich bin verdutzt, aber wir gehen weiter, weiter vorbei an den herunter gelassenen Rollos der Buden und wie ich bemerke erreichen wie langsam das Ende der Straße und das Ende des Jahrmarktes. Ein letztes Fahrgeschäft gibt es noch, genau vor uns. Mareike und ich gehen näher heran. Unter einem Absperrband hindurch stehen wir nun genau davor. Eine Weile schauen wir zu, aber ich kann mich jetzt nicht mehtr erinnern was das genau für ein Fahrgeschäft war. Ich drehe mich um und gehe, unter dem Absperrband hindurch. Mareike folgt mir. Ich gehe einen Pfad entlang, der wieder zurück zum Jahrmarkt führt. Mareike ist plötzlich verschwunden. Der Pfad ist übersät mit Pfützen und Matsch. An beiden Seiten des Pfades ist ein Absperrband gespannt. Ich gehe weiter, ohne die Pfützen zu beachten. Aufeinmal taucht ein Mann vor mir auf. Er ist sehr groß und hat braunes Haar und trägt einen Schnauzer. Ohne Vorwarnung greift er mich plötzlich an. Er packt meine Handgelenke und hält sie fest umklammert. Ich schreie um Hilfe. Ich weiß was er will, was so ein Mann im Kopf hat wenn er ein junges Mädchen sieht und es auch noch angreift, er will mich...                                                  Ich schreie wieder um Hilfe doch niemand achtet darauf, obwohl wir von vielen Menschen umgeben sind. Dann tu ich das, was jedes vernünftige Mädchen in meiner Lage getan hätte. Ich ramme ihm mein Knie zwischen die Beine. Stöhnend sackt er zusammen. So schnell ich kann gehe ich weiter. Aufeinmal bin ich nicht mehr ich selbst, ich bin ein Junge, eher gesagt ein junger Mann. Ich gehe den Weg entlang und halte mir meine schmerzenden Rippen. Ich stöhne. Dann fällt mir auf, dass jemand hinter mir herläuft. Das hübsche Mädchen. ich hab sie sofort wieder erkannt. Sie ruft meinen Namen, an den ich mich nicht mehr erinnern kann. Ich gehe weiter und gelange an einen Steg. Das Mädchen rennt an mir vorbei an die Seite des Steges. Sie macht anstalten ins wasser zu springen, doch, dann bemerke ich, dass einige Pfeiler aus dem Wasser herrausragen. Sie springt von Pfeiler zu Pfeiler und gelangt so ans andere Ufer. Sie ist so wunderschön, dass ich ihr einfach hinterher springen muss. Ich springe auf den ersten Pfeiler , auf den zweiten und springe weiter, doch da ist kein Pfeiler mehr. Ich falle ins Wasser, ins eiskalte Wasser. Ich strample um mich und schließlich gelingt es mir, dass Ufer zu erreichen. Das Mädchen streckt mir seine Hand hin. Ich ergreife sie und entfliehe den kalten Fluten. Zusammen gehen wir ein Stück die Uferböschung hinauf, bis ich mich ins Gras fallen lassen. Ich stöhne und halte mir die schmerzende Rippe. Sie lässt sich neben mir nieder. Sie schaut mich an. Ein langer intensiver Blick. Ich genieße ihn. Er lässt mich meine Schmerzen vergessen. Sie streichelt mein Gesicht und rutscht näher zu mir herüber. In diesem Moment fühle ich soviel Liebe für sie, dass ich das Gefühl habe ich müsste platzen. Ihre Hand fährt mir durch mein kurzes, wuscheliges, nasses Haar. Ich schaue sie weiter an. Langsam nähern sich unsere Lippen und treffen aufeinander. Wir versinken in einem Langen intensiven Kuss. Und ich fühle mich geborgen. So als wäre ich nach einer langen Reise endlich zu Hause angekommen.

 

18.8.06 15:07, kommentieren

Bambie

I cried when bamies Mama died!!

18.8.06 15:16, kommentieren